Weitere Verbesserungen bei der KiTa-Finanzierung beschlossen

26.08.2021

Die KiTa-Reform ist seit dem 1. Januar 2021 in Kraft. Auf Antrag der Fraktionen von CDU, Grünen und FDP hat der Schleswig-Holsteinische Landtag jetzt weitere Verbesserungen in der KiTa-Finanzierung auf den Weg gebracht.

„Der Beitragsdeckel für einen Ganztags-Krippenplatz sinkt noch einmal um 56,40 Euro im Monat, der Landeszuschuss für die Kommunen steigt um fast 20 Millionen Euro jährlich und zukünftig werden die KiTas bei Kindern mit Inklusionsbedarf von regionalen Inklusionszentren unterstützt. Eltern mit einem Kind in der Krippe und vollem Beitragssatz für einen Ganztagsplatz sparen damit zukünftig über 600 Euro im Jahr“, fasst der Mohrkircher CDU-Landtagsabgeordnete Johannes Callsen die wesentlichen Änderungen zusammen.

Dies liegt vor allem daran, dass die KiTa-Reform sehr umsichtig geplant wurde. Bei der Umstellung des zuletzt vollkommen undurchsichtigen Systems der KiTa-Finanzierung auf das neue Standard-Qualitäts-Kosten-Modell sei mit jährlichen Personalkostensteigerungen von 3% und mit einem Anstieg des Betreuungsbedarfs von 2,5% pro Jahr gerechnet worden. Tatsächlich ist in beiden Bereichen der Anstieg nur knapp halb so hoch ausgefallen, weshalb sich nunmehr ein freier Finanzspielraum von 45 Millionen Euro im Jahr ergibt, erläutert Callsen.

„Natürlich bleiben diese Mittel im KiTa-System und kommen wie versprochen den drei Zielen zugute, die wir im Jamaika-Koalitionsvertrag vereinbart haben, nämlich Eltern und Kommunen zu entlasten sowie die Qualität der Kinderbetreuung zu verbessern“, hebt Callsens Landtagskollege Andreas Hein hervor.

In den landesweit geplanten 16 Inklusionszentren werden multi-professionelle Teams die KiTas in den Kreisen bei der Betreuung von Kindern mit Inklusionsbedarf unterstützen sowie Fortbildungs- und Beratungsangebote unterbreiten, ergänzt der Abgeordnete aus Heide.

Eine Besonderheit stellt dabei das laufende Jahr 2021 dar. Die freien Mittel würden in diesem Jahr auch für ein Aufholprogramm genutzt, um den Folgen der Corona-Pandemie zu begegnen. „Gerade die Corona-Pandemie hat den Kleinsten in unserer Gesellschaft viel abverlangt. Die für ihre Entwicklung wichtigen sozialen Kontakte haben durch die Einschränkungen beim KiTa-Besuch und die Corona-Regeln stark gelitten. Mit dem Aufholprogramm möchten wir den KiTas deshalb zusätzliche Gelder zukommen lassen, damit sie Aktivitäten zur Sprachförderung, Sport- und Bewegungsprogramme und Hilfen für den Übergang auf die Grundschule organisieren können“, betonen die beiden Abgeordneten unisono.

Eine entsprechende Förderrichtlinie befinde sich bereits in der Abstimmung zwischen dem Sozialministerium und den KiTa-Trägern. Die Auszahlung der Gelder wird anschließend noch in diesem Jahr beginnen, damit das Corona-Aufholprogramm möglichst schnell gestartet werden kann.