Habecks Förderstopp für Energiesparen trifft Bauwirtschaft der Region hart

31.01.2022

Die Meinung der Unternehmer der Bauwirtschaft an Schlei und Ostsee ist deutlich: Sie sprechen von „Unding“ und „Vertrauensbruch“ und befürchten erhebliche Auswirkungen auf ihre Auftragslage. Dies ist das Ergebnis zahlreicher Gespräche, die der CDU-Landtagsabgeordnete Johannes Callsen in diesen Tagen mit Vertretern aus der Bauwirtschaft führte. Hintergrund ist der von Wirtschaftsminister Robert Habeck entschiedene Stopp für die Förderprogramme zur energetischen Gebäudesanierung. „Als Klimaschutz-Minister erweist Robert Habeck dem Klimaschutz damit einen Bärendienst, als Wirtschaftsminister treibt er die Betriebe der Bauwirtschaft in echte Probleme, weil von heute auf morgen Aufträge wegbrechen“, so Callsen.

Die Verunsicherung bei den Betrieben, bei Baunternehmen, Dachdeckern, Heizungsbauern oder auch Baumärkten ist groß, hat Johannes Callsen bei seinen Gesprächen erfahren. Gerade Bauaufträge, deren fristgerecht eingereichte Förderanträge von Habeck plötzlich gestoppt wurden, seien jetzt in der Schwebe, die Finanzierung sei fraglich. „Das ist nicht nur ein Vertrauensverlust für die Bauherren, sondern hat auch unvertretbare wirtschaftliche Auswirkungen auf die Bauunternehmen und führt in der Bauwirtschaft zu großer Sorge“, betonte Callsen nach seinen Gesprächen.

„Wir erwarten Nachfragerückgänge in den Bereichen Dämmstoffe, Fenstersanierung, Fassadenwärmesanierung“, sagte dem Abgeordneten zum Beispiel Carsten Vierck Geschäftsführender Gesellschafter Bauzentrum Vierck in Sörup, für den der Förderstopp ein „großer Schock“ ist.

„Dass der Klimaschutz-Minister jetzt Bauherren verunsichert, die etwas für den Klimaschutz tun wollen, ist schon schräg. Als Wirtschaftsminister hat sich Robert Habeck aber offenbar gar keine Gedanken über die Auswirkungen auf die mittelständischen Betriebe gemacht. Dies wird gerade in unserer Region Spuren hinterlassen, und zwar nicht nur bei Neubauten, sondern auch bei vielen notwendigen Sanierungen älterer Gebäude im ländlichen Raum. Wer Wohnraum in lebendige und attraktiven Dörfern und Städten an Schlei und Ostsee will, der darf solche Förderprogramme nicht über Nacht stoppen“, sagte Johannes Callsen abschließend.