Corona-Hilfen auch für gemeinnützige Einrichtungen

02.09.2020

„Mit einem Sonderdarlehens-Programm schließt die Landesregierung eine weitere Lücke bei den Corona-Hilfemaßnahmen: Auch gemeinnützige Organisationen können Hilfen aus dem 30-Mio-Programm beantragen. Dies ist ein wichtiger Beitrag für die Stärkung der gemeinnützigen Einrichtungen auch im Kreis Schleswig-Flensburg, denn es dürfen durch Corona keine wichtigen gesellschaftlichen Strukturen verloren gehen“, lobte der CDU-Landtagsabgeordnete Johannes Callsen das neue Darlehens-Programm. Deshalb müsse der ehrenamtliche Bereich neben der Wirtschaft auch weiter im Blick der Politik bleiben und bei Bedarf weiter nachjustiert werden.

Wie Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz und Finanzministerin Monika Heinold zusammen mit dem Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein, Hans-Peter Petersen, erläuterten, steht für gemeinnützige Einrichtungen ab sofort ein Sonderdarlehens-Programm mit einem Volumen von 30 Millionen Euro zur Verfügung. „Gemeinnützige Einrichtungen sind wichtige Träger des gesellschaftlichen Zusammenhalts und haben für das Gemeinwesen eine herausragende Bedeutung. Viele der bundesweit über 600.000 Organisationen sind von der Corona-Krise betroffen und benötigen finanzielle Mittel, die sie von Banken aufgrund ihrer Rechtsform und der darin verankerten fehlenden Gewinnerzielungsabsicht nicht erhalten“, sagte Buchholz.

Finanzministerin Monika Heinold erklärte: „Mit dem Jamaika-Konjunkturprogramm ergänzen wir das Bundesprogramm für unser Land. Uns war wichtig, dass davon auch gemeinnützige Organisationen profitieren, denn sie sind für unsere Gesellschaft unabdingbar. Das machen wir mit dem dritten Nachtragshaushalt nun möglich: Gemeinsam mit dem Bund übernehmen wir das Haftungsrisiko bei Kreditanträgen und wollen damit gemeinnützige Organisationen stabilisieren, damit sie gut durch die Corona-Krise kommen.“

Wie Buchholz und Petersen erläuterten, ermögliche das neue Programm gemeinnützigen Einrichtungen Darlehen, deren Risiko zu 80 Prozent von der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und zu 20 Prozent vom Land übernommen würden. Jede Einrichtung könne bis zu 800.000 Euro beantragen, sofern dies einem Anteil von 25 Prozent des Gesamtumsatzes entspreche. Die Darlehen werden unbesichert vergeben und haben eine Laufzeit von zehn Jahren, zwei davon sind tilgungsfrei. Der Zinssatz beträgt 1,25 Prozent pro Jahr. Buchholz: „Damit können jetzt beispielsweise auch Inklusionsbetriebe, Weiterbildungseinrichtungen, Museen oder Privattheater finanzielle Unterstützung erhalten.“

Bürgschaftsbank-Chef Petersen machte deutlich, dass sich Antragstellende an ihre Hausbank wenden müssten. „Wir arbeiten dann eng mit den Banken zusammen und freuen uns, dass wir das Land bei diesem wichtigen und notwendigen Programm unterstützen können“, so Petersen.