Callsen würdigt Engagement in Schleswig-Holstein zum Tag der Muttersprache

23.02.2021

Schleswig-Holstein hat den Schutz von Regional- und Minderheitensprachen im vergangenen Jahr ein großes Stück weiter vorangebracht. Das sagte Johannes Callsen, der Minderheitenbeauftragte des Ministerpräsidenten, zum "Internationalen Tag der Muttersprache".

"Niederdeutsch, Dänisch, Friesisch und Romanes gehören zur kulturellen Vielfalt unseres Landes. Sie bedeuten Identität und prägen das minderheitenpolitische Profil Schleswig-Holsteins", sagte Callsen. Mit der Verabschiedung des neuen Handlungsplanes Sprachenpolitik sei die Landesregierung wichtige Schritte für die Förderung dieser Sprachen vorangegangen. Mit den Schwerpunkten "Bildung - Medien – Mehrwert" gehe der Handlungsplan über den reinen Spracherwerb hinaus und umfasse auch die Außenwirkung und Sichtbarkeit dieser Sprachen. Für den Bereich der Bildung gehe es neben einem weiteren Ausbau der Modellschulen Niederdeutsch, Friesisch und Dänisch auch um eine Steigerung der Attraktivität für das Lehramtsstudium Niederdeutsch und Friesisch durch die Anhebung der Bonuspunkte in der Kapazitätsverordnung.

Für die Sichtbarkeit dieser Sprachen würden auch die Medien eine zentrale Rolle spielen, so Callsen weiter. Die Landesregierung habe im neuen NDR-Staatsvertrag einen echten Fortschritt verankern können: "Die Regional- und Minderheitensprachen sind in den Angeboten des NDR regelmäßig und angemessen zu berücksichtigen", heißt es dort. Die Sprechergruppen würden daher zu Recht erwarten, dass dieser erstmaligen Erwähnung der Regional- und Minderheitensprachen im Staatsvertrag auch konkret im Programm Rechnung getragen werde. Dies sei zum Internationalen Tag der Muttersprache, der erstmals im Jahr 2000 von der Unesco ausgerufen wurde, eine gute Nachricht für die sprachliche und kulturelle Vielfalt in Schleswig-Holstein.