Callsen für konstruktive Prüfung von Sicherungsmaßnahmen in Schleimünde

19.05.2020

Für eine konstruktive Prüfung von Sicherungsmaßnahmen in Schleimünde hat sich der CDU-Landtagsabgeordnete Johannes Callsen ausgesprochen. Angesichts immer wieder vorkommender Überspülungen in Schleimünde gelte es, den Bestand dieses wichtigen Naturschutzgebietes zu sichern und einen möglichen Durchbruch zu verhindern.

Zu dem Vorschlag des Kappelner Bürgermeisters Heiko Traulsen, dort Natursteine und Bodenaushub von anderer Stelle der Schlei aufzubringen, hatte der Landtagsabgeordnete das Kieler Umweltministerium um eine Einschätzung gebeten. Dieses teilte ihm nun mit, dass Sicherungsmaßnahmen am Nehrungshaken weder aus Gründen des Küstenschutzes noch aus Gründen des Naturschutzes erforderlich seien. Aus küstenschutzfachlicher Sicht seien durch das Einbringen und Aufschütten von Boden- und Steinmaterial in den Überlaufbereich keine nachteiligen Auswirkungen auf die morphologische Entwicklung zu erwarten. Deshalb sei, so das Umweltministerium, eine küstenschutzrechtliche Genehmigung nicht erforderlich, soweit die Findlinge im terrestrischen Bereich oberhalb der Wasserlinie aufgeschüttet werden.

Erforderlich sei allerdings eine naturschutzrechtliche Genehmigung für Aufschüttungen, wobei die Verträglichkeit dieser Maßnahme mit den Schutzgebieten in Schleimünde und deren Erhaltungszielen geprüft werden. Hierzu gehört unter anderem die Erhaltung weitgehend ungestörter Bereiche und natürlicher Prozesse und die Erhaltung der dortigen Biotope. Für eine Genehmigung wäre daher eine Prüfung und Abwägung durch die untere Naturschutzbehörde vorzunehmen, so das Umweltministerium. Es sieht allerdings derzeit keine Notwendigkeit dafür, konkrete Maßnahmen zu ergreifen.

Vor diesem Hintergrund hat der CDU-Landtagsabgeordnete Johannes Callsen die untere Naturschutzbehörde beim Kreis gebeten, die Voraussetzungen einer Genehmigung konstruktiv zu prüfen.