Callsen begrüßt Hilfsfonds des Landes für Kultur, Weiterbildung und Sport

07.04.2020

„Die Corona-Krise verlangt von uns allen erhebliche Einschränkungen, Solidarität und Verantwortung, um die Ausbreitung des Virus eindämmen zu können. Hierunter leidet besonders die Wirtschaft, und es ist wichtig, dass Land und Bund für die Erhaltung von Betrieben und Arbeitsplätzen erhebliche Finanzmittel bereitgestellt haben“, so der CDU-Landtagsabgeordnete Johannes Callsen.

Aus vielen Rückmeldungen wisse er, dass aber auch ehrenamtliche und gemeinnützige Vereine und Institutionen aus Kultur, Bildung und Sport vor erheblichen Problemen stehen: Durch die notwendigen Absagen von Veranstaltungen, Seminaren, Theateraufführungen oder Turnieren fehlen wichtige Einnahmen, in den Tagungsstätten können Betten nicht belegt werden. „Diese Einnahmen sind für die ehrenamtlichen und gemeinnützigen Strukturen in unserer Region von erheblicher Bedeutung, deshalb machen sich viele Ehrenamtler Sorgen, wie sie das Angebot ihrer Vereine aufrechterhalten können. Ich habe mich deshalb bei der Landesregierung auch für Hilfen für Kultur, Sport und Weiterbildung eingesetzt. Das Ehrenamt ist die Grundlage unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens, es legt mit seinem uneigennützigen Einsatz für andere auch die Basis zum solidarischen Bestehen dieser Corona-Herausforderung und darf nicht wegbrechen“, unterstreicht Johannes Callsen.

Der Abgeordnete begrüßt daher, dass die Jamaika-Koalition auch für diesen Bereich umfangreiche Hilfen bereitstellen wird. Sie sollen eine Existenzgefährdung dieser Einrichtungen verhindern, soweit nicht andere Programme des Landes und des Bundes greifen.

Kulturelle Einrichtungen, Weiterbildung und Vereine, die nicht wirtschaftlich ausgerichtet sind und in eine existenzbedrohende Wirtschaftslage geraten sind, können eine existenzsichernde Einmalzahlung als Soforthilfe erhalten, und zwar bei bis zu zehn Beschäftigten bis 9.000 Euro, bis zehn Beschäftigte bis zu 15.000 Euro und bis 50 Mitarbeiter bis zu 30.000 Euro analog zum Soforthilfeprogramm für Unternehmen. Kulturelle Einrichtungen, die bereits eine Landesförderung erhalten, können zusätzlich bis zu 3/12 als Pauschale erhalten, die später spitz abgerechnet wird.

Für den Sportbereich gibt es ebenfalls Soforthilfen: Gemeinnützige Sportvereine, die Mitglied im Landessportverband sind, können einen Zuschuss in Höhe von 15 Euro pro Mitglied als Einmalzahlung bekommen, maximal bis zur Höhe des dargelegten Liquiditätsengpasses.

An Vereine, Verbände und Einrichtungen, die vom Land Zuschüsse und Zuwendungen für ihre Angebote erhalten, werden diese Gelder grundsätzlich auch dann weiterbezahlt, wenn keine Gegenleistungen aufgrund der Corona-Pandemie erbracht werden können. Dies gebe Planungssicherheit, so Callsen.

Johannes Callsen wies darauf hin, dass auch Einrichtungen der Kultur und der Weiterbildung Sofortzahlungen oder Darlehen aus dem Mittelstandssicherungsfonds des Landes erhalten können, etwa Jugendbildungseinrichtungen, Jugendherbergen, Schullandheime, Ferienlager oder Jugendzeltlager. Dieses Gesamtpaket sei eine wichtige Voraussetzung, dass der Kultur- und Weiterbildungsbereich auch in der Fläche existenzsichernd unterstützt wird.

Ausführliche Informationen über die Unterstützungsmöglichkeiten des Landes und die Voraussetzungen nach Beschlussfassung der Landesregierung unter www.schleswig-holstein.de