Bahn sagt Verkehrskonzept für Lindaunis zu

30.08.2021

Um bis zur Fertigstellung der neuen Schleibrücke in Lindaunis die Funktionsfähigkeit der alten Brücke so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, soll die alte Brücke während der Bauarbeiten im Winterhalbjahr gesperrt bleiben und nur für Fußgänger und Fahrradfahrer nutzbar sein. Aufgrund der Komplexität des Bauwerks, aber auch wegen der Funktionalität der alten Brücke sind diese Beschränkungen erforderlich, sie bedeuten aber für Pendler und den regionalen Wirtschaftsverkehr ziemliche Beeinträchtigungen durch Umwege. Deshalb hatte sich der CDU-Landtagsabgeordnete Johannes Callsen an die Deutsche Bahn gewandt und ein Verkehrskonzept angeregt, mit dem die Belastungen für die Pendlerverkehre während der Schließungszeiten möglichst erleichtert werden können.

Konkret hatte Callsen die Nutzung des neuen Bahnsteiges am Haltepunkt Lindaunis für die Züge aus und nach Flensburg vorgeschlagen. Von hier aus könnten die Fahrgäste entweder zu Fuß über die alte Brücke zu einem weiteren neuen provisorischen Bahnsteig auf der Schwansener Seite gelangen und dort in einen Zug von/nach Kiel einsteigen oder mit dem Bus zum Bahnhof Rieseby gebracht werden. Der zeitintensive Umweg des Schienenersatzverkehres könnte dadurch vermieden werden, so Callsen.

Die Deutsche Bahn hat Johannes Callsen jetzt mitgeteilt, dass an einem Verkehrskonzept für die Wintermonate gearbeitet wird. "Außerdem untersuchen wir die Möglichkeit gemäß Ihren Vorschlägen, in den Wintermonaten den End- bzw. Startpunkt des Bahnverkehrs näher an die Brücke zu legen. Auf diese Weise könnte eventuell unter Nutzung des neuen Haltepunktes Lindaunis und des Haltepunktes Rieseby der zeitaufwendige Schienenersatzverkehr über Kappeln entfallen und Bahnreisende zu Fuß über die alte Brücke gelangen", so die Bahn in ihrer Antwort. Zum jetzigen Zeitpunkt könne allerdings noch keine Aussage darüber getroffen werden, ob diese Möglichkeit betrieblich und technisch tatsächlich realisierbar ist.

Die weitere Anregung des Abgeordneten, zeitliche Korridore für die Querung der alten Brücke zum Beispiel für Handwerker vorzusehen, ist allerdings leider nicht umsetzbar, denn in der winterlichen Bauphase muss die Bahn alle zusätzlichen Belastungen der Brücke ausschließen, um ihre Funktionalität bis zur Inbetriebnahme der neuen Brücke bestmöglich sicherzustellen.

Sobald ein abgestimmtes Verkehrskonzept vorliegt, wird die Deutsche Bahn die Öffentlichkeit über die Einzelheiten informieren.