Bahn-Gutachten zeigt Perspektiven für Bahnlinie Flensburg-Süderbrarup

18.03.2021

Langfristige Entwicklungschancen für die Bahnlinie Flensburg - Kiel zeigt das heute im Wirtschaftsausschuss des Landtages vorgestellte Gutachten zur "Optimierung des Schienenverkehrs in Schleswig-Holstein" auf: "Neben einer Elektrifizierung schlagen die Gutachter im Streckenabschnitt Flensburg-Süderbrarup eine Taktverdichtung vor, die das vorhandene Fahrgastpotential besser bedient. Hierzu soll auch ein zweigleisiger Ausbau zwischen Flensburg und Süderbrarup geprüft werden", so der CDU-Landtagsabgeordnete Johannes Callsen. Die Gutachter sehen die Linie Flensburg-Süderbrarup als Vorlaufbetrieb einer möglichen Regional-Stadtbahn Flensburg, die die Stadt besser mit dem Umland verbinden soll, auch mit einer aus Sicht der Gutachter wünschenswerten Verbindung nach Dänemark. Sie kommen außerdem zu der Empfehlung, dass auf dieser Strecke bei Ausführung der Elektrifizierung eine durchgehende Zweigleisigkeit nach 2035 vorzusehen wäre.

Die Empfehlungen der Gutachter seien langfristig angelegt, einzelne Entscheidungen müssten zu gegebener Zeit von der Politik beschlossen werden, so Callsen. Auf jeden Fall sei dies eine interessante Perspektive, die mit den geplanten Elektrifizierungen auf der Schiene den Klimaschutz unterstützen und für bessere Stadt-Umland-Verbindungen sorgen könnte. Deshalb werde das Gutachten auch in die Weiterentwicklung des Landesweiten Nahverkehrsplanes einfließen.

"Eine bessere Anbindung des Umlandes an Flensburg wird aber nur gelingen, wenn auch in der Fläche ortsnahe Haltepunkte geschaffen werden. Hierfür sind etwa Haltepunkte in Mohrkirch und Lindaunis unabdingbar - in Lindaunis auch mit Blick auf touristische Angebote. Hierfür werde ich mich weiter einsetzen", unterstrich Johannes Callsen. Auch eine Einbeziehung der Bahnstrecke Süderbrarup-Kappeln sei in diesem Zusammenhang ein wichtiger Aspekt.