500.000 Euro für digitale Endgeräte für bedürftige Schüler im Kreisgebiet

24.03.2021

„Die Ausstattung unserer Schulen, von Lehrern und von Schülern mit digitaler Technik schreitet voran. Uns ist es wichtig, dass dabei kein Kind auf der Strecke bleibt!“ betont der Mohrkircher CDU-Landtagsabgeordnete Johannes Callsen. „Deshalb habe ich mich im Landtag dafür eingesetzt, dass bedürftige Schülerinnen und Schüler ein digitales Gerät ausleihen können. Denn jeder Schüler muss am digitalen Distanzunterricht teilnehmen können. Wenn die Eltern nicht das Geld für einen Laptop haben, müssen wir als Land aushelfen. Im Zuge der Corona-Nothilfemaßnahmen haben wir dafür ein eigenes Landesprogramm eingerichtet.“

Andreas Hein, Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Dithmarschen/Schleswig berichtet, dass es ein Bund-Länder-Programm für digitale Leih-Endgeräte gegeben habe. Die Mittel aus diesem Programm seien aber schnell ausgegeben worden und es habe sich gezeigt, dass es zusätzliche Bedarfe gebe. Mit dem neuen Landesprogramm könne jetzt den bedürftigen Schülern ein digitales Endgerät zur Verfügung gestellt werden, so der Abgeordnete.

„Ich freue mich sehr darüber, dass die Schulen im Kreis Schleswig-Flensburg zusätzliche Landes-Mittel in Höhe von mehr als einer halben Millionen Euro bekommen. Mit dieser Summe können nach bisherigen Erfahrungen mehr als 1000 zusätzliche Laptops oder Tablets angeschafft werden“ freut sich Callsen. „Allein die Schulen in der Stadt Schleswig erhalten mehr als 200.000 Euro. Das ist ein großer Beitrag für Chancengerechtigkeit in der Schule und ein toller Erfolg für eine gute Bildung für jedes Kind, egal welchen familiären Hintergrund es hat.“

„Auch wenn die Schulen bereits Endgeräte für bedürftige Schüler angeschafft haben, übernimmt das Land jetzt die Kosten rückwirkend und im Nachhinein. Damit erhalten die Schulen im Kreis eine zusätzliche Unterstützung in Corona-Zeiten“, ergänzt Hein.

„Und selbst wenn ein Kind durch dieses Raster fallen sollte oder wenn in der Schule einmal kein Leihgerät vorrätig sein sollte, gibt es eine einfache und unbürokratische Förderung beim Jobcenter in Höhe von 350 Euro, um ein digitales Gerät zu kaufen. Damit wirklich jeder Schüler im Land bestmögliche Bildung auch in der Pandemie bekommt“, so die beiden Abgeordneten abschließend.

Insgesamt 14 Millionen Euro hat der Schleswig-Holsteinische Landtag mit dem Vierten Nachtragshaushalt zur Abfederung der Auswirkungen der Corona-Pandemie für den Erwerb von zusätzlichen digitalen Leih-Endgeräten zur Nutzung durch Schülerinnen und Schüler zur Verfügung gestellt. Mit diesem Landes-Sofortausstattungsprogramm II für digitale Endgeräte („Landesprogramm Digitale Schule SH – Leihgeräte für bedürftige Schülerinnen und Schüler“) können jetzt bedürftige Schüler, die bisher kein Leihgerät hatten, mit Laptops oder Tablets für den digitalen Distanzunterricht ausgestattet werden.

Die Fördersumme für die Schulträger im Kreis Schleswig-Flensburg im Einzelnen:

Schulträger Fördersumme
Amt Eggebek 20.267,32 €
Amt Geltinger Bucht 16.406,88 €
Amt Haddeby 6.755,77 €
Amt Südangeln 7.720,88 €
Amt Süderbrarup 45.842,75 €
Gemeinde Großenwiehe 2.412,78 €
Gemeinde Harrislee 7.238,33 €
Gemeinde Kropp 23.162,65 €
Gemeinde Oeversee 4.825,55 €
Gemeinde Tarp 7.238,33 €
HELIOS Fachklinik Schleswig GmbH 21.714,99 €
Kreis Schleswig-Flensburg 32.813,76 €
Nahbereichsschulverband Kappeln 2.412,78 €
Schulverband BöklundAuenwaldschule 25.092,87 €
Schulverband Mittelangeln 57.906,63 €
Schulverband Sieverstedt/Havetoft 4.825,55 €
Schulverband Stapelholm 3.377,89 €
Stadt Glücksburg 3.377,89 €
Stadt Kappeln 2.412,78 €
Stadt Schleswig 201.225,54 €
Zweckverband Bildungscampus Medelby 4.343,00 €

Summe gesamt 501.374,92 €