Sorgen der Schleifischer interessieren den Ministerpräsidenten nicht

04.05.2016

Existenz-Sorgen der Schlei-Fischer gehen beim Ministerpräsidenten ins Leere

Die Belastungen der Schlei-Fischer durch Kormoranschäden bleiben unverändert: Bei dem traditionellen Aale-Aussetzen in Maasholm hatten die Fischer im vergangenen Jahr geschildert, welche wirtschaftlichen Einbußen sie durch Kormoran-Fraß hinnehmen müssen. Ministerpräsident Albig hatte damals zugesagt, dass er mit Umweltminister Habeck eine Lösung für die Schlei-Fischer suchen werde.

„In diesen Tagen ist zu Beginn der Heringssaison von der Landesregierung die neue Kormoran-Verordnung veröffentlicht worden. Sie sieht keine Veränderungen vor. Die Ankündigung des Ministerpräsidenten, eine Lösung zu suchen, ist ganz offensichtlich ins Leere gelaufen“, so Johannes Callsen.

Immerhin sei es wichtig, dass es keine ideologischen Verschärfungen durch noch kürzere Vergrämungszeiten gegeben habe. Wenn der Ministerpräsident den betroffenen Fischern aber Hoffnungen auf weitere Erleichterungen mache, dann müsse dies aber auch ernsthaft versucht werden, so Callsen. Aber nach der Beantwortung einer Kleinen Anfrage von Johannes Callsen beschränkte sich der Einsatz des Ministerpräsidenten darauf, das Umweltministerium eine Aktennotiz  fertigen zu lassen.

„Dass die Existenz-Sorgen der Schlei-Fischer von Schleswig über Kappeln bis Maasholm dem Ministerpräsidenten nicht mehr wert sind als ein Aktenvermerk, spricht Bände“, so Callsen.