Schlechte Nachrichten für Schleswig-Holsteins Wirtschaft:

16.12.2015

Schlechte Nachrichten für Schleswig-Holsteins Wirtschaft: Zahl der Insolvenzen steigt, Zahl der Gründungen sinkt

Trotz der immer noch guten Konjunktur im Land gab es in dieser Woche schlechte Nachrichten aus der Wirtschaft. Nachdem in den vergangenen Jahren die Zahl der Insolvenzen rückläufig war, zeichnet sich eine Trendwende ab. 8,1 Prozent der Betriebe in Schleswig-Holstein droht nach einer aktuelle Studie der Wirtschaftsauskunftei Bürgel in den kommenden drei Jahren die Pleite.

Besonders betroffen von einer Insolvenz seien die Gastronomiebetriebe. Bis zu 14,4 Prozent der Gastgewerbe könnten in Zahlungsnöte geraten. In der Logistik sind 12,7 Prozent der Unternehmen betroffen.

Nach einer Meldung des Statistikamts Nord sinkt darüber hinaus auch die Zahl der Unternehmensgründungen. Bis Ende September wurden in Schleswig-Holstein 16 093 Gewerbe neu gegründet, drei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Gründung von Unternehmen, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lässt, ging sogar um fünf Prozent zurück.

„Nach dem in der vergangenen Woche gemeldeten Auftragseinbruch bei der Industrie sind das erneut schlechte Nachrichten für unsere Unternehmen und deren Arbeitnehmer. Schleswig-Holstein braucht eine wirtschaftsfreundlichere Politik“, sagte CDU-Wirtschaftsexperte Johannes Callsen dazu.