Neues Landesnaturschutzgesetz bremst Entwicklung von Tourismus und Handwerk

28.04.2016

Johannes Callsen: Neues Landesnaturschutzgesetz bremst Entwicklung von Tourismus und Handwerk an Flensburger Förde und Schlei

„Mit dem heute von SPD, Grünen und SSW im Landtag beschlossenen Landesnaturschutzgesetz bekommen Tourismus und Handwerk an der Flensburger Förde und der Schlei erhebliche Entwicklungsbremsen“, befürchtet der Schleswiger CDU-Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Johannes Callsen. Bau und Erweiterung touristischer Projekte, Gastronomie- oder Campingangebote an Küsten und Gewässern sollen nach dem Willen der rot-grün-blauen Landesregierung nicht mehr möglich sein.

Nach dem von der Landesregierung vorgelegten Landesnaturschutzgesetz müssen bauliche Anlagen im Innen- und Außenbereich einen Mindestabstand von 150 Meter (bisher nur im Außenbereich 100 Meter) einhalten. An Gewässern und Flüssen auch innerhalb der Gemeinden sind 50 Meter (bisher nur im Außenbereich) zur Uferlinie einzuhalten.

„Handwerker im Küstenbereich werden bei Erweiterungen ihrer Betriebe ebenso ausgebremst wie Gastronomiebetriebe, die eine Terrasse oder einen Wintergarten anbauen wollen oder Campingplätze, die attraktiver werden wollen“, so Callsen.

Niemand wolle die Küstenlinie „verbauen“, aber gerade in einer touristisch geprägten Region wie dem Kreis Schleswig-Flensburg müsste es auch künftig möglich sein, entsprechende Tourismus- und Gastronomieangebote im Küstenbereich zu schaffen oder den Betrieben Entwicklungsmöglichkeiten zu geben, forderte Callsen. Sonst drohe Stillstand für die wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen.

„Nicht nur wegen der übertriebenen Auflagen für die Landwirtschaft, die unsere Bauern in ihrer Wettbewerbsposition schwächen, sondern auch wegen der Einschränkungen für Handwerk und Tourismus im Küstenbereich habe ich das neue Landesnaturschutzgesetz abgelehnt“, so Johannes Callsen abschließend.