Neubau der Schleibrücke Lindaunis erneut verzögert

13.06.2016

„Angesichts der fast täglichen Defekte ist die erneute Verzögerung des Neubauprojektes Schleibrücke Lindaunis für die Schlei-Region kaum tragbar. Sie wird in der Sommersaison angesichts einer hohen Frequenz durch PKW, Erntefahrzeuge und Segler mit ihren häufigen Sperrungen erneut ein Nadelöhr zwischen den Landschaften Angeln und Schwansen werden“, stellt der CDU-Landtagsabgeordnete Johannes Callsen heute nach einer Sitzung des Wirtschaftsausschusses des Landtages fest.

Die Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn, Manuela Herbort, hatte dort angekündigt, dass die Genehmigung der Neubauplanungen durch das Eisenbahnbundesamt erst für das 2. Halbjahr 2016 erwartet wird. Bisher, so die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage von Johannes Callsen, war diese Genehmigung für April 2016 vorgesehen. Nach dieser Verzögerung um ein halbes Jahr erwartet die Deutsche Bahn die Inbetriebnahme der neuen Brücke für Mitte 2020. Die Landesregierung hatte dem Abgeordneten Callsen noch „Ende 2019“ als Inbetriebnahme-Datum mitgeteilt.

„Auch wenn im kommenden Jahr mit den bauvorbereitenden Arbeiten begonnen werden soll, reden wir über eine weitere Verzögerung um ein halbes Jahr. Und das, nachdem die Landesregierung mit der Streichung der von der CDU bereitgestellten Finanzmittel im Jahre 2012 dieses wichtige Projekt jahrelang verschleppt und damit Tempo aus der Neuplanung herausgenommen hatte. Leidtragende dieser Politik sind auch in diesem Sommer wieder die Pendler, Touristen, Landwirte, Unternehmer und Segler, die vor der Brücke lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen“, so Johannes Callsen