Land muss sich zur dauerhaften Inwertsetzung der Waldemarsmauer bekennen

30.01.2017

"Es ist kaum nachvollziehbar, wie sich die Landesregierung auf der einen Seite der Nominierung des Danewerk als Unesco-Weltkulturerbe rühmt, sich auf der anderen Seite aber einer Mitverantwortung für die dauerhafte Erhaltung der Waldemarsmauer entzieht. Nette Worte alleine reichen für die Erhaltung dieses Denkmals von landesgeschichtlicher Bedeutung nicht aus", bewertete der CDU-Landtagsabgeordnete Johannes Callsen die Antwort der Landesregierung auf seine Kleine Anfrage zur Waldemarsmauer.

Wenn die Landesregierung in ihrer Antwort auf die Beteiligung des Landes an den laufenden Pflegemaßnahmen am Danewerk entsprechend des Managementplanes hinweise, so betreffe dies nur die laufende Unterhaltung. Die vom Kreis angestrebte Lösung einer dauerhaften Erhaltung und Inwertsetzung der historischen Waldemarsmauer sei davon nicht erfasst und werde von der Landesregierung in der Beantwortung nicht einmal erwähnt.

Für völliges Unverständnis sorgt bei Johannes Callsen, dass eine Förderung der Erhaltungsmaßnahmen an der Waldemarsmauer nach der Landes-Richtlinie zur Erhaltung von Kulturdenkmalen offenbar nur aus rein formalen Gründen nicht möglich sei. Denn der Kreis als Eigentümer der Anlage sei, so die Antwort der Landesregierung, als "juristische Person des öffentlichen Rechts nicht antragsberechtigt". Johannes Callsen hob hervor, dass diese Richtlinie doch gerade zur Erhaltung bedrohter Denkmalsubstanz und deren touristischer Inwertsetzung geschaffen worden sei. "Ich habe kein Verständnis dafür, dass Kreise von einer Förderung ausgeschlossen sind. Damit läuft diese Richtlinie für die Sanierung der Waldemarsmauer aus rein formalen Gründen ins Leere", kritisierte Johannes Callsen.