Johannes Callsen: Wirtschaftliche Chancen für Ostangeln nicht zerreden

28.09.2015

„Nach schwierigen Jahren durch den Abbau der Bundeswehr und den Verlust von produzierendem Gewerbe braucht die Region Ostangeln wirtschaftliche Perspektiven. Dies gilt sowohl für neue Projekte im Tourismus, wie auch für die Erhaltung bestehender Attraktionen. Die wirtschaftlichen Chancen für Ostangeln dürfen nicht zerredet werden.“ Mit diesen Worten hat sich der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Johannes Callsen klar hinter das geplante Feriendorf in Nieby und die Angelner Dampfeisenbahn gestellt, über die in den vergangenen Tagen Bedenken laut geworden waren.

Das Feriendorf in Nieby, das sich nach Überzeugung Callsens in das Naturschutzgebiet einfüge und bei dessen Realisierung selbstverständlich auch die Interessen des Naturschutzes berücksichtigt werden, biete die Chance, nicht nur das brachliegende Kasernengelände einer neuen Nutzung zuzuführen, sondern auch neue Impulse für den Tourismus in Ostangeln zu geben. „Wir brauchen solche Projekte, um die Alleinstellungsmerkmale der Region im Tourismus zu stärken und touristisch weiterzuentwickeln“, so Callsen. Diese Chance gelte es in Nieby verantwortungsvoll zu nutzen.

Zu den Alleinstellungsmerkmalen der Region an Schlei und Ostsee gehöre auch die Angelner Dampfeisenbahn zwischen Süderbrarup und Kappeln. Dem Trägerverein sei es durch hohes ehrenamtliches Engagement, durch intensives Marketing und durch Solidarität der Gemeinden in den letzten Jahren gelungen, den Betrieb der Angelner Dampfeisenbahn betriebswirtschaftlich positiv „auf Kurs“ zu bringen.

Da der Verein die laufenden Investitionen in die Infrastruktur nicht finanzieren könne, appellierte Callsen an die Solidarität des Kreises und der Gemeinden, denn die gesamte Region profitiere von diesem einmaligen touristischen Angebot. Vor diesem Hintergrund sei es wichtig, ähnlich wie in den Vorjahren, auch für das Jahr 2016 eine solidarische Finanzierung für den bedarfsgerechten Austausch von Schwellen auf der Eisenbahnstrecke hinzubekommen, so Callsen. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass auch das Land sich an dieser wichtigen Aufgabe für die Region an Schlei und Ostsee beteiligt. Denn die Anerkennung der Ostseefjord Schlei als Lokaler Tourismusorganisation muss auch durch einen konkreten Beitrag des Landes an der Tourismus-Infrastruktur gestärkt werden“, so Johannes Callsen abschließend.