Johannes Callsen: Ansiedlungsbilanz zum dritten mal in Folge negativ

10.03.2016

Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Johannes Callsen forderte angesichts der erneut rückläufigen Anzahl der angesiedelten Unternehmen in Schleswig-Holstein die Landesregierung zum Gegensteuern auf. Wie aus einer Kleinen Anfrage des Abgeordneten hervorgeht, ist die Zahl der Neuansiedlungen in Schleswig-Holstein von 190 in 2012 auf 134 in 2015 zurückgegangen (2013: 157, 2014: 147):

„Die rückläufigen Zahlen sind angesichts der boomenden Wirtschaft ein unüberhörbares Warnsignal und eine beunruhigende Entwicklung für den Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein. Der Mittelstand in Schleswig-Holstein braucht eine Kultur des Vertrauens und Planungssicherheit“, so Callsen.

Schleswig-Holstein müsse bei der Infrastruktur, beim Breitbandausbau und bei der Standortentwicklung deutlich besser werden. Wie die Abfrage der Ansiedlungsbilanz (Kleine Anfragen 18/2846 und 18/3864) ergeben hat, ist die Anzahl der Ansiedlungen in Schleswig-Holstein bereits im dritten Jahr in Folge rückläufig. Auch beschreibt die Statistik bei der Schaffung von Arbeitsplätzen eine Seitwärtsbewegung auf gleichbleibendem Niveau.

„Die Landesregierung versagt bei der Straßen-Infrastruktur, der Breitbandausbau wurde auf 2030 verschoben, Industriepolitik findet nur als Worthülse statt und der Mittelstand wurde mit zusätzlicher Bürokratie belastet. Bei dieser Negativ-Bilanz ist doch klar, dass selbst die Imagekampagne für den „Echten Norden“ bei der Ansiedlungsbilanz nicht fruchtet. Es ist bitter für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Schleswig-Holstein, dass sich die Landesregierung offenbar mit dieser Bilanz zufrieden gibt“, so Callsen.