Industrie im Norden leidet unter schlechter Auftragslage

07.12.2015

Industrie im Norden leidet unter schlechter Auftragslage – Unternehmer beklagen hohe Arbeitslosigkeit

Die Situation der Maschinen- und Elektroindustrie in Schleswig-Holstein wird seit vier Jahren immer kritischer. Das hat die Herbstumfrage von Nordmetall unter 213 Unternehmen bestätigt. Nur in wenigen Branchen, wie zum Beispiel dem Flugzeugbau, läuft es noch gut. Bei den anderen schrumpfen die Auftragszahlen, es gibt kaum Investitionen und auch die Wettbewerbsfähigkeit wird schwächer.

Mittlerweile reiche die Auftragslage der Unternehmen in Schleswig-Holstein nur noch für ein knappes halbes Jahr. Etwa ein Viertel aller Befragten ist mit der Geschäftslage unzufrieden oder hält sie sogar für schlecht.

Deutschland nehme als Standort in der Qualität ab, so die Unternehmer. Es drohen Produktionsverlagerungen ins Ausland. Bereits elf Prozent der Unternehmen zieht mittlerweile eine Produktionsverlagerung in Betracht. Grund dafür seien die hohen Arbeitskosten. Nach der Einführung des Mindestlohns und der Rente mit 63 forderte Nordmetall die Politik nun dazu auf, der Industrie weitere Belastungen zu ersparen.

CDU-Wirtschaftsexperte Johannes Callsen sagte dazu: „Die Landesregierung in Schleswig-Holstein hat in der Bürokratie noch einmal ordentlich draufgesattelt. Diese wirtschaftsfeindliche Politik muss endlich ein Ende haben.“