Höhere Landeszuschüsse für die Kindertagesstätten in Schleswig-Flensburg

20.08.2018

Zum Start des neuen Kindergartenjahres haben die Schleswig-Flensburger Landtagsabgeordneten Johannes Callsen und Andreas Hein auf die deutlich gestiegene Landesförderung für Kindertageseinrichtungen hingewiesen:

„Die Kieler Jamaika-Koalition hat sich vorgenommen, Eltern und Kommunen bei der Kitafinanzierung deutlich zu entlasten und gleichzeitig die Qualität in den Kindertageseinrichtungen zu stärken. Mit den erhöhten Landeszuschüssen für den Betrieb von Krippen, Kitas und Horten machen wir dafür einen ersten großen Schritt“, so Andreas Hein.

Mit der seit diesem Frühjahr geltenden neuen Förderrichtlinie stelle das Land in den beiden Jahren 2018 und 2019 höhere Betriebskostenzuschüsse von zusammen knapp 110 Millionen Euro zur Verfügung.

„Auf den Kreis Schleswig-Flensburg entfallen davon zusätzlich fast 8,3 Millionen Euro“ rechnet Andreas Hein vor. Insgesamt stellt das Land dem Kreis für die Jahre 2017 bis 2019 voraussichtlich rund 44,6 Mio. € für die Kitas zur Verfügung.

Darüber hinaus habe die Landesregierung beschlossen, im Rahmen des Investitions-Sofortprogramms weitere 10 Millionen Euro für den Ausbau von KiTa-Plätzen bereitzustellen.

„Auch durch die weiter steigenden Einwohnerzahlen im Kreis Schleswig-Flensburg ist der Bau von zusätzlichen Krippen und KiTas wichtig. Daher ist es ein richtiges Zeichen, dass die erforderlichen Baumaßnahmen auch künftig vom Land bezuschusst werden“, freut sich Johannes Callsen.

Die beiden CDU-Landtagsabgeordneten wiesen zudem darauf hin, dass die jetzt beschlossenen höheren Zuschüsse nur der Anfang seien. Beginnend ab dem KiTa-Jahr 2020 habe sich die Kieler Koalition eine grundlegende Reform der KiTa-Finanzierung in Schleswig-Holstein vorgenommen, welche derzeit durch das Sozialministerium zusammen mit allen Beteiligten vorbereitet würde.

„Mit einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag werden wir ab 2020 dafür sorgen, dass die Elternbeiträge landesweit vereinheitlich und auf niedrigerem Niveau gedeckelt werden“, sind sich die beiden Abgeordneten einig. Darüber hinaus sei eine finanzielle Entlastung der Kommunen, die derzeit rund die Hälfte der Kinderbetreuungskosten tragen würden, ebenso vorgesehen wie Qualitätsverbesserungen z.B. bei der Anzahl der Erzieher pro Gruppe, den Öffnungszeiten oder der Ferienbetreuung.