Gottorf als Kern für das Haus der Schleswig-Holsteinischen Landesgeschichte

26.03.2018

Einen „Diskussionsbeitrag für ein Haus der Schleswig-Holsteinischen Landesgeschichte“ hat der Schleswiger CDU-Landtagsabgeordnete Johannes Callsen Kulturministerin Karin Prien übergeben. Darin schlägt er vor, dass die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen auf Schloss Gottorf Kern eines dezentral ausgerichteten Hauses der Schleswig-Holsteinischen Landesgeschichte wird.

„Meine Vision ist es, das künftige Haus der Schleswig-Holsteinischen Landesgeschichte auf Gottorf als Nukleus einer dezentralen Präsentation der jüngeren Landesgeschichte Schleswig-Holsteins zu etablieren“, hebt Callsen hervor. „Neben einer zentralen Ausstellung auf Schloss Gottorf gehört dazu eine Vernetzung mit anderen Orten der jüngeren Landesgeschichte, von denen es gerade im Landesteil Schleswig und in erreichbarer Nähe von Schleswig aus eine ganze Reihe gibt. An jedem Ort, auf den in der Ausstellung auf Gottorf hingewiesen wird, würde eine spiegelbildliche kleinere Ausstellung aufgebaut werden, die die spezielle Bedeutung des jeweiligen Ortes für die schleswig-holsteinische Landesgeschichte darstellt“, führt Callsen weiter aus. „So sollen die Besucher, die die zentrale Ausstellung auf Gottorf besuchen, angeregt werden, auch die anderen Orte der schleswig-holsteinischen Landesgeschichte zu besuchen und Geschichte vor Ort zu erleben und zu begreifen“, so der Abgeordnete. Zu denken sei dabei beispielsweise an das Danewerk, die Idstedt-Stiftung oder die KZ-Gedenkstätte Ladelund.

„Gerade die anstehende Umsetzung des Masterplanes für Gottorf bietet die Möglichkeit zu einer Weiterentwicklung der Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen zu einem Haus der Schleswig-Holsteinischen Landesgeschichte“ ist sich Callsen sicher.

In ihrem Koalitionsvertrag hatten sich die regierungstragenden Parteien CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP darauf verständigt, ein Konzept für ein „Haus der Schleswig-Holsteinischen Landesgeschichte“ in einem bestehenden Museum zu erarbeiten.

Foto: Johannes Callsen übergibt Kultusministerin Karin Prien seinen Diskussionsbeitrag für ein Haus der Schleswig-Holsteinischen Landesgeschichte.