Dr. Maria Flachsbarth MdB über eine zukunftsfähige Landwirtschaft

19.04.2017

Sachkundige Diskussion mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth MdB und den heimischen Abgeordneten über die Herausforderungen einer zukunftsfähigen Landwirtschaft in Schleswig-Holstein Dr. Maria Flachsbarth MdB sprach in Schleswig mit über 50 Bauern über die Herausforderungen für die Landwirtschaft, über gelebte Nachhaltigkeit und Umweltschutz, die Düngeverordnung, Tierwohl, Sicherstellung der Ernährung auf hohem Niveau und Anfeindungen von z.T. selbsternannten Experten. Die niedersächsische Tiermedizinerin sitzt seit über 15 Jahren im Deutschen Bundestag, seit 2013 ist sie Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Die kompetente Politikerin kennt sowohl die Sorgen der Bauern als auch die fordernden Aufgaben, die die Bundesregierung im Spagat zwischen den heimischen Interessen, den Vorgaben aus Brüssel, dem Weltmarkt und einer nachhaltigen Entwicklung bei ihren Gesetzesvorhaben lösen muss. 280.000 deutsche Bauern produzieren deutsche Qualität für den Weltmarkt- zu Weltmarktpreisen. Die letzten zwei Jahre waren besonders schwierig für die Milchbetriebe, viele mussten aufgeben trotz Fördermittel von über einer halben Milliarde Euro aus Brüssel und Berlin. Das Agrarmarktstrukturgesetz wurde deshalb auf den Weg gebracht, scheiterte jedoch daran, dass sich Produzenten, Molkereien und Händler nicht einigen konnten. Auch kennt die Staatssekretärin aus erster Hand die Bürden immer neuer Auflagen für die Landwirtschaft durch rot-grüne Landespolitik, da auch in Niedersachsen der grüne Minister Meyer vor allem seine Klientel bedienen würde. Der Agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Heiner Rickers MdL stellte die Eckpunkte des Wahlprogramms vor und monierte die Hetze gegen die Bauern, die auch von den Aussagen des grünen Ministers Habeck befeuert werden würden. Der CDU-Direktkandidat für Schleswig, Johannes Callsen MdL, stellte seine Ziele für die Region vor und erteilte dem SSW-Vorstoß zur zwangsweisen Schaffung von Großkommunen eine klare Absage: „Das macht die Identität im ländlichen Raum kaputt. Und zu der gehören ganz klar die bäuerlichen landwirtschaftlichen Betriebe in den Dörfern.“