Corona-Krise: Hilfsprogramm für Wirtschaft, Mittelstand, Kultur und Sport

25.03.2020

„Die Landesregierung und der Landtag haben mit der Bereitstellung von 500 Mio. Euro die Weichen gestellt, um finanzielle Hilfen in existenzgefährdenden Situationen gewähren zu können. Wir wollen mit diesem Schutzschirm dazu beitragen, dass Unternehmen und Mittelstand durch die Krise kommen, Arbeits- und Ausbildungsplätze erhalten bleiben“, unterstrich der Schleswiger CDU-Landtagsabgeordnete Johannes Callsen.

Der Schutzschirm besteht aus einem Mittelstandssicherungsfonds, weiteren Liquiditätshilfen und Bürgschaften sowie Steuerstundungen. Das Zuschussprogramm wird die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) abwickeln. Für die Darlehensprogramme arbeitet sie mit den Hausbanken Hand in Hand. Vorgesehen war auch ein Soforthilfeprogramm mit 100 Mio.

Euro. Nachdem jetzt auch der Bund Einzelheiten seines Hilfsfonds für die Wirtschaft vorgestellt hat, ist bei der Gegenüberstellung der Programme ist deutlich geworden, dass die Konditionen der Bundesregierung im Zuschussbereich für Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern deutlich großzügiger bemessen und komfortabler sind als das geplante Landesprogramm. Darum wird die Landesregierung die Landesmittel nun vor allem dafür verwenden, die Hilfen des Bundes für schleswig-holsteinische Betriebe noch einmal zu erweitern. So sollen die ursprünglich für Zuschüsse an Kleinbetriebe vorgesehenen 100 Millionen Euro dafür eingesetzt werden, Förderlücken dort zu schließen, wo keine Ansprüche auf eine Förderung mit den Bundesmitteln bestehen.

Statt der ursprünglich maximal 10.000 Euro Einmal-Zuschuss für Kleinbetriebe gelten nach dem Bundesprogramm nun folgende Zuschusshöhen:

bis zu 9.000 Euro für Gewerbetreibende und Selbständige mit bis zu fünf sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitskräften

bis zu 15.000 Euro für Gewerbetreibende und Selbständige mit über fünf bis zu zehn sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitskräften

Die ursprünglich im Rahmen des "Mittelstandssicherungsfonds" des Landes vorgesehenen 300 Millionen Euro des Landes sollen nun Unternehmen des Hotel-, Beherbergungs- und Gaststättengewerbes für ganz besonders günstige Darlehen mit langer Laufzeit zur Verfügung stehen.

Steuerstundungen und Stopp von Vorauszahlungen

Eine weitere tragende Säule des Programms sind Steuerstundungen und ein vorläufiger Stopp von Vorauszahlungen an die Finanzämter, um Liquidität in den Unternehmen zu sichern.

Unterstützung für Kultur und Sport

Mit dem Programm werden zudem 50 Millionen Euro für einen Fonds bereitgestellt, der Einrichtungen für Kultur, Bildung und Sport stützen wird. Damit sollen Einnahmeausfälle u.a. in kulturellen Einrichtungen und Bildungsstätten abgefedert werden. Einzelheiten hierzu folgen in den nächsten Tagen. Dies sei aber, so Johannes Callsen, ein wichtiges Zeichen für die Kultur- und Bildungseinrichtungen und den Sport und das in diesen Bereichen aktive und unverzichtbare Ehrenamt.

50 Mio. Euro für Rückzahlung der Kita-Gebühren

Die Kommunen sollen mit 50 Mio. Euro aus dem Corona-Soforthilfeprogramm unterstützt werden, damit Eltern landesweit die Kita-Beiträge für zwei Monate zurückerstattet werden können, und zwar sowohl für die Ü3- wie auch die U3-Betreuung. Einzelheiten werden gegenwärtig mit den Kommunalen Spitzenverbänden vereinbart.

Weitere Informationen:

Über diese und andere Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen informieren die Förderlotsen der Investitionsbank Schleswig-Holstein:

Tel. (0431) 9905-3365

Fax (0431) 9905-63365

E-Mail: foerderlotse [at] ib-sh.de

Aktuelle Informationen zu den Förderprogrammen:

www.schleswig-holstein.de

www.ib-sh.de

Für Fragen zu Corona:

Bürgertelefon Schleswig-Holstein: (0431) 797 000 01

E-Mail: corona [at] lr.landsh.de