CDU-Wirtschaftspolitiker beeindruckt von Ansiedlungserfolgen

21.06.2016

CDU-Wirtschaftspolitiker beeindruckt von Ansiedlungserfolgen entlang der A7 – NORDGATE beispielhafte Wirtschaftsförderungskooperation im Norden

Die Abgeordneten des Arbeitskreises Wirtschaft der CDU-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein haben sich über die Arbeit der Wirtschaftsregion NORDGATE, einen Zusammenschluss der Wirtschaftsförderer der Städte Neumünster, Bad Bramstedt, Kaltenkirchen, Henstedt-Ulzburg, Quickborn und Norderstedt, informiert. Deren gemeinsames Ziel ist die Ansiedlung von Unternehmen entlang der A7.

Die große Stärke von NORDGATE liegt nach Auskunft der Wirtschaftsförderer in der Zusammenarbeit über Orts- und Kreisgrenzen hinweg. Anfragen von Unternehmen werden aus einer Hand beantwortet. Ein Interessent hat somit gleich mehrere und unterschiedliche Gewerbeangebote zur Auswahl. Johannes Callsen, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, nannte NORDGATE nach dem Besuch eine beispielhafte Kooperation. Die Ansiedlungserfolge und die positive Entwicklung der Region seien ein eindeutiger Beleg dafür.

Die CDU-Wirtschaftspolitiker waren besonders interessiert an der zukünftigen Ausrichtung der Kooperation. Diese will Neuansiedlungen künftig stärker als bisher in bereits bestehenden Gewerbegebieten anbieten. „Ein Potential steckt in der Revitalisierung, also der Erneuerung und effektiven Nutzung von Gebieten“, sagte Marc-Mario Bertermann, Geschäftsführer der EGNO und Wirtschaftsförderer aus Norderstedt.

Hier wünscht Bertermann sich mehr Möglichkeiten durch die öffentliche Hand, beispielsweise bei energetischer Förderung, Abbau von Antragshürden hin zur Investitionsförderung für Neubauten.

Der CDU-Abgeordnete Hartmut Hamerich aus Ostholstein sprach Erfahrungen aus Lübeck an, wo Förderungen aus Mecklenburg-Vorpommern zu Unternehmensabwanderungen geführt hätten. Diesem Effekt wird nach Auskunft der Wirtschaftsförderer im NORDGATE durch die größere Entfernung und die Bereitstellung eines attraktiven Wohnumfeldes für qualifizierte Fachkräfte entgegengewirkt. Die Ansiedlung eines Ersatzteillagers von Jungheinrich in Kaltenkirchen habe dies gezeigt und gleichzeitig die Region gestärkt. Denn auch in Norderstedt, dem vorherigen Sitz des Lagers, seien Kapazitäten für die Werkserweiterung und Ausbildung geschaffen worden.

Die Wirtschaftsförderer stellten fest, dass die Zusammenarbeit mit Hamburg noch stärker werden könne, um die gemeinsame Darstellung des Nordens weiter auszubauen. Gerade ausländischen Unternehmern seien die deutschen Verwaltungs- und Gebietsstrukturen nur schwer zu vermitteln. „Wir haben festgestellt, dass Unternehmer sich in erster Linie für eine Region und die Infrastruktur interessieren. Der Ortsname ist zweit- bis drittrangig“, sagte beispielsweise Heino Bubach-Bernhardt von der Wirtschaftsagentur Neumünster.