CDU fordert Absenkung der Hürden für Flüchtlinge bei der Arbeitsaufnahme

25.01.2016

CDU fordert Absenkung der Hürden für Flüchtlinge bei der Arbeitsaufnahme – Debatte über Integration in den Arbeitsmarkt

Die Landesregierung berichtete im Landtag über die Fördermaßnahme zum begleiteten Übergang für Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung in Schleswig-Holstein (BÜFAA.SH). Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Johannes Callsen, befürwortete die Maßnahme im Grundsatz. Allerdings werde diese Integration Jahre dauern.

„Eine Herausforderung ist, dass die Masse derjenigen Menschen, die zu uns kommen, über keinerlei Berufsausbildung verfügen, und viele davon auch über keine oder nur eine sehr geringe Schulbildung“, so Callsen.

Das Programm soll sich aus zwei Phasen zusammensetzen. In der ersten Phase, etwa sechs Monate lang, soll in Einganggesprächen die individuelle Ausgangslage, beziehungsweise die Qualifikationen der Teilnehmer geklärt werden. Callsen forderte, dass diese bereits in den Erstaufnahmeeinrichtung stattfinden müssten und nicht erst, wenn die Asylbewerber auf die Kommunen verteilt werden. In der zweiten Phase sollen die Teilnehmer in einem auf mindestens auf neun Monate befristeten Arbeitsverhältnis gebunden sein.

Callsen forderte eine Verbesserung der Vernetzung mit den Jobcentern. Die Qualifikationen der Flüchtlinge müssten schnellstmöglich ermittelt werden.

Er nannte Bayern als Vorbild: „Es gibt eine Regelung in Bayern, nach der die Berufsschulpflicht für jugendliche Asylbewerber, die keinen Schulabschluss haben, bis zum 25. Lebensjahr verlängert werden kann, um ihnen eine Qualifizierungsperspektive zu geben. Das fordert die CDU auch in Schleswig-Holstein!“

Die Bereitschaft bei der IHK, der Bundesagentur für Arbeit und der Regionaldirektion Nord sei hoch. Die Teilnahme der Betriebe dürfe aber nicht daran scheitern, dass die Landesregierung die Hürden für einen Eintritt in den Arbeitsmarkt zu hoch lege. Deswegen fordere die CDU die Abschaffung des Landesmindestlohns. Dieser sei der höchste in ganz Deutschland und damit auch ein Integrationshindernis auf dem Arbeitsmarkt.