Callsen fordert Erhalt des Rettungskreuzers in Maasholm

25.07.2016

Mit großem Bedauern hat der CDU-Landtagsabgeordnete Johannes Callsen auf die Pläne der Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger reagiert, den Rettungskreuzer „Nis Randers“ von seinem jetzigen Standort in Maasholm in den geplanten Yachthafen nach Olpenitz zu verlegen.

In einem Schreiben an den Vorstand der DGzRS forderte der Abgeordnete diesen deshalb dazu auf, seine Entscheidung noch einmal kritisch zu überprüfen.

„Maasholm ist seit nunmehr einhundert Jahren Standort eines DGzRS-Seenotrettungs-kreuzers. In diesen Jahren hat die Gemeinde Maasholm immer Rücksicht auf die Belange der DGzRS genommen und Ihre ehrenamtliche Arbeit unterstützt. Hafenumbauten wurden regelmäßig mit der DGzRS abgesprochen. Der Seenotrettungskreuzer der DGzRS gehört einfach zum Hafen Maasholm dazu. Ein wichtiger Punkt ist auch, dass viele Kriterien hinsichtlich Einsatzgebiet, Sicherheit und ärztlicher Versorgung klar für Maasholm als Standort des Seenotrettungskreuzers sprechen“, schreibt Callsen an die DGzRS mit Sitz in Bremen.

Im weiteren Verlauf des Schreibens geht der CDU-Parlamentarier auch auf die Belange der Mitarbeiter ein, für die sich der Weg zur Arbeit um 20 Minuten bzw. 25 km verlängern würde. „Auch gewachsene Strukturen, wie der gute Zusammenhalt im Maasholmer Hafen und die wichtige Zusammenarbeit mit den Ärzten vor Ort, würden grundlos zerschlagen“, befürchtet der Abgeordnete.

Die DGzRS hat dem Abgeordneten inzwischen mitgeteilt, dass sie an der Entscheidung für Olpenitz aus rettungstechnischer Sicht festhält. In Maasholm wird das Seenotrettungsboot „Wuppertal“ verbleiben, das durch ein modernes Rettungsboot ersetzt werden soll.