Bahn plant ab September erste Arbeiten für neue Schleibrücke Lindaunis

12.02.2018

Für den Baubeginn der neuen Schleibrücke in Lindaunis gibt es endlich eine zeitliche Perspektive: „Nach Erteilung des Plangenehmigungsbeschlusses durch das Eisenbahnbundesamt werden im Zeitraum September 2018 bis Februar 2019 vor Ort die vorbereitenden Arbeiten durchgeführt. Die bestehen maßgeblich aus der Baufeldfreimachung, dem Versetzen der Schalthäuser auf der Nord- und Südseite sowie den Vegetationsrückschnitt.“ Dies teilte die Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn, Manuela Herborth, dem CDU-Landtagsabgeordneten Johannes Callsen nach einem Gespräch am Rande der Wirtschaftsausschuss-Sitzung des Landtages mit.

„Angesichts der ständigen Reparaturen und Sperrungen der Schleibrücke ist dies ein wichtiges und überfälliges Zeichen für den Neubau“, unterstrich Johannes Callsen, der sich seit 2007 für den Neubau dieser wichtigen Verkehrsverbindung über die Schlei einsetzt.

Wie Herborth dem Abgeordneten weiter schreibt, werde die Ausschreibung für die Hauptbauleistungen im zweiten Halbjahr 2018 veröffentlicht und zum Ende 2018 / Anfang 2019 vergeben, sodass der Bau ab April 2019 beginnen könne. Für den Bau der neuen Brücke in Parallellage werden zunächst die Dämme verbreitert sowie die Widerlager und Pfeiler hergestellt. Nach finaler Montage des Überbaus und der Klappenvorrichtung kann zunächst der Straßenverkehr, die Fußgänger und Radfahrer über die neue Brücke geleitet werden. In dieser Zeit werden beide Brücken parallel betrieben, geöffnet und geschlossen. Im Anschluss daran finden die Gleisanschlussarbeiten statt, bis dann schließlich auch der Schienenverkehr über die neue Brücke geführt werden kann. Zum Abschluss der Arbeiten wird die alte Brücke zurückgebaut und die Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt, erläuterte Herborth. Die Hauptbauleistungen seien zur Zeit von 2019 bis 2021 vorgesehen.

„Die Landesregierung hat mit der Bereitstellung von 18 Mio. Euro im Haushalt auch finanziell Klarheit für das Neubauprojekt geschaffen“, ergänzte Johannes Callsen. Die Finanzierungsvereinbarung zwischen Land und DB AG ist Ende 2017 gezeichnet worden.

Jetzt gelte es, das weitere Verfahren und technische Genehmigungen so zügig wie möglich durchzuziehen, so Callsen. Die ständigen Defekte der Brücke und die damit verbundenen Sperrungen für den Straßenverkehr, die Bahn und auch die Segler auf der Schlei zeigten, dass es für den Neubau auf dieser wichtigen Verbindung zwischen Angeln und Schwansen wirklich „höchste Eisenbahn“ wird.